Neue Initiative: Kulturelle Integration für gesellschaftlichen Zusammenhalt

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Welchen Beitrag leistet kulturelle Integration zum gesellschaftlichen Zusammenhalt? Diese Frage soll mithilfe einer neuen Initiative beantwortet werden. Am vergangenen Donnerstag fand im Bundeskanzleramt die konstituierende Sitzung statt. Bis zum Internationalen Tag der kulturellen Vielfalt am 21.05.2017 soll ein Thesenpapier entwickelt werden, das darstellt, wie gesellschaftlicher Zusammenhalt in Deutschland gelingen kann.

Die überparteiliche Initiative kulturelle Integration hat am vergangenen Donnerstag im Bundeskanzleramt ihre Arbeit aufgenommen. Ausgangspunkt sei, dass Deutschland sich durch die Zuwanderung, durch den europäischen Einigungsprozess sowie durch die stärker werdenden weltweiten Verflechtungen verändere. Vor diesem Hintergrund sei das Ziel zu verdeutlichen, dass kulturelle Integration und das Zusammenleben in einem pluralen Deutschland gelinge.

„Profitieren sollen davon alle hier lebenden Menschen“

„Gesellschaftliche Integration gelingt nur durch kulturelle Integration. Das wissen wir nicht nur aus wissenschaftlichen Studien, das lehrt uns das tägliche Leben. Wir verfolgen dabei ein klares Ziel: Profitieren sollen davon alle hier lebenden Menschen“, sagt Staatsministerin für Kultur und Medien Monika Grütters. Und Staatsministerin für Migration, Flüchtlinge und Integration Aydan Özoğuz:

„Eine offene, demokratische und pluralistische Gesellschaft muss sich immer wieder neu über die gemeinsamen Werte verständigen, diese vertreten und verteidigen. Gesellschaftlicher Zusammenhalt entsteht dort, wo alle – Einheimische wie Einwanderer – den Prozess der kulturellen Integration gemeinsam gestalten.“

Vertreter aus der Zivilgesellschaft, der Sozialpartner, der Kirchen und Religionsgemeinschaften, der Medien, der Bundesregierung, der Länder und der Kommunen sollen im Rahmen der neuen Initiative gemeinsam Thesen erarbeiten, die anlässlich des Internationalen Tags der kulturellen Vielfalt (21.05.2017) in Berlin vorgestellt werden.

Thesen zur Beantwortung von drei Fragen werden erörtert

Drei Fragen werden erörtert:

  1. Was heißt für uns kulturelle Integration und wie kann kulturelle Integration als Prozess für alle in Deutschland Lebenden auf Augenhöhe gelingen?
  2. Welche Fragen im Kontext von gesellschaftlichem Zusammenhalt und kultureller Integration sind für uns besonders wichtig?
  3. Was ist für uns gesellschaftlicher Zusammenhalt und welche Anforderungen sehen wir für Begegnungen und das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion und Tradition?

Bundesminister des Innern Thomas de Maizière ruft alle auf, an dem Prozess zur Beantwortung dieser Fragen teilzunehmen:

„Wir als Gesellschaft müssen gemeinsam an einem gesellschaftlichen Konsens arbeiten – immer und immer wieder – über das, was uns im Innersten zusammenhält. Mit der Initiative kulturelle Integration leisten wir einen Beitrag zu diesem Prozess, und ich lade alle dazu ein, sich konstruktiv einzubringen.“

Die Initiative kulturelle Integration wird von Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, koordiniert und moderiert.

Initiatoren des Projekts sind das Bundesministerium des Innern (BMI), das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration und der Deutsche Kulturrat.

Weitere Infos finden Sie auf der Homepage der Initiative kulturelle Integration.

Auch in unserem Blog: Wem die finanziellen Mittel für die Anerkennung seiner ausländischen Qualifikation fehlen oder wer unterhalb dieser tätig ist, der kann seit dem ersten Dezember einen Zuschuss für die entstehenden Kosten eines Anerkennungsverfahrens beantragen. Lesen Sie, wie Sie den Zuschuss beantragen können, was gefördert wird und welche Voraussetzungen Sie erfüllen müssen. Zuwanderer leisten einen wichtigen Beitrag gegen den Fachkräftemangel in Deutschland. Das besagt der MINT-Herbstreport 2016 des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln).

eitragsbild: Rawpixel / Istockphoto.com

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