Neues Projekt: Berufsanerkennung von Zuwanderern fördern

Die Chancen der Anerkennung von ausländischen Berufsabschlüssen nutzen, das sollen kleine und mittlere Unternehmen verstärken. Sie zu motivieren, das ist das Ziel des neuen Projekts „Unternehmen Berufsanerkennung – Mit ausländischen Fachkräften gewinnen“.

Anerkennung der Auslandsqualifikation
Zuwanderer sollen mithilfe der Berufsanerkennung schneller in den Arbeitsmarkt integriert werden Foto: Monkey Business Images / Dreamstime.com

Gefördert wird es vom Bundesbildungsministerium (BMBF), umgesetzt in Kooperation mit dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH). Elf Industrie- und Handelskammern sowie fünf Handwerkskammern werden mit einer breit angelegten Kommunikationsoffensive Unternehmen bundesweit über die Chancen der beruflichen Anerkennung informieren.

„Wir müssen die Potenziale von Zuwanderern sichtbar machen“

„Wir müssen gemeinsam daran arbeiten, dass die Potenziale von Zuwanderern sichtbar werden und eine baldige Integration in Arbeit erleichtert wird“, sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka heute anlässlich des Starts des Projekts. Die Anerkennung ausländischer Qualifikationen bietet Unternehmen die Chance, die Kompetenzen zugewanderter Fachkräfte gezielter in Unternehmen zu nutzen.

Bundesweit sollen die Kammern für die Berufsanerkennung sensibilisieren

Die Kammern – bundesweit von Hannover über Stuttgart bis Erfurt – sollen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen für die Möglichkeiten der Berufsanerkennung sensibilisieren. Das Projekt soll zeigen, wie Unternehmen die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse als Element ihrer betrieblichen Personalgewinnungs- und -entwicklungsstrategie nutzen können.

Das sagt der Präsident des DIHK -Eric Schweitzert:

„Das Anerkennungsgesetz bietet Unternehmen die Chance, das Potenzial von Fachkräften mit ausländischen Berufsabschlüssen gewinnbringend in den Betrieben einzusetzen oder deren Weiterbildungs- oder Nachqualifizierungsbedarf genauer zu erkennen.“

ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer

„Im Handwerk finden schon heute viele ausländische Fachkräfte ihre berufliche Perspektive. Künftig wird in den Betrieben des Handwerks der Bedarf an qualifizierten Fachkräften noch wachsen. Umso wichtiger ist es, dass Arbeitgeber die Möglichkeiten des Anerkennungsgesetzes kennen.“

Ausbildungsinhalte und Berufserfahrung werden geprüft

Seit seinem Inkrafttreten im Jahr 2012 können Personen mit einem ausländischen Berufsabschluss – unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit und ihrem Aufenthaltsstatus – ihre Qualifikation von einer zuständigen Stelle auf Gleichwertigkeit mit deutschen Referenzberufen prüfen lassen. Neben den formalen Ausbildungsvergleichen wird dabei auch individuell vorhandene Berufserfahrung berücksichtigt.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

In unserem Blog: Alle Informationen rund um das Thema Anerkennung der Qualifikation. Hier erfahren Sie, wie Sie vorgehen müssen, wenn Sie ein Anerkennungsverfahren beantragen möchten.

Haben Sie Erfahrungen, was die Anerkennung des Auslandsabschlusses angeht? Wir freuen uns, wenn Sie diese mit uns teilen!

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