Deutschland attraktiv für Zuwanderer

Auch abgesehen von Flüchtlingen sind im Jahr 2015 viele Zuwanderer nach Deutschland gekommen. Laut Statistischem Bundesamt sind im vergangenen Jahr rund 1,1 Millionen Menschen mehr nach Deutschland zugewandert als abgewandert. Das verkündet und begrüßt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW), denn Deutschland braucht Zuwanderung

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Die hohen Zuwanderungszahlen gehen laut Institut der deutschen Wirtschaft Köln unter anderem auf die Offenheit der deutschen Gesellschaft zurück Foto: Rawpixelimages / Dreamstime.com

 

Insgesamt zogen um die zwei Millionen Zuwanderer nach Deutschland. Flüchtlinge waren darunter rund eine Million. Das Forschungsinstitut geht davon aus, dass tatsächlich weniger als die Hälfte der Zugewanderten Asylsuchende waren und spricht von einem deutschen „Spitzenwert bei der Zuwanderung.“

Deutschland attraktiv?

Welche Formen der Zuwanderung sich hinter diesen Zahlen verbergen, ließe sich aus den Daten nicht ableiten. Das IW:

„Wie genau sich die Zuwanderung auf die Mobilität innerhalb der EU, Erwerbs- und Bildungsmigration aus Drittstaaten und den Familiennachzug aufteilt, lässt sich nicht sagen, da die entsprechenden Daten noch nicht vorliegen. Unstrittig ist jedoch, dass Deutschland 2015 für viele sehr attraktiv war – der guten Lage am Arbeitsmarkt und der Offenheit der Gesellschaft sei Dank.“

Offenheit der Gesellschaft solle erhalten bleiben

Das IW hebt die positive Bedeutung dieser Zuwanderungszahlen hervor. Es plädiert dafür, die Offenheit der Gesellschaft zu erhalten, denn Deutschland sei auf Zuwanderung angewiesen, um seinen Wohlstand zu erhalten.

Aufgrund des Demografiewandels würde die Arbeitsbevölkerung bis zum Jahr 2035 um rund 10,5 Millionen Personen schrumpfen. Die Folge: Wachsender Fachkräftemangel und somit fehlende Beitragszahler für das Renten- und Sozialversicherungssystem.

 

Weitere Infos:

Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Fachkräftesicherung

Portal zur Fachkräfte-Offensive

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