Qualifikationsanalysen in der Praxis bekannt machen

Qualifikationsanalysen Anerkennung Qualifikation

Nach dem Start des Projekts „Prototyping Transfer“ Anfang 2015 wurden auf einer Fachtagung am 10. November 2016 Erfahrungen aus der Praxis diskutiert und Entwicklungsmöglichkeiten aufgezeigt. Ein neues Tutorial-Video soll das Thema Qualifikationsanalysen weiter bekannt machen.

Um ausländische Abschlüsse mit der entsprechenden deutschen Qualifikation zu vergleichen und die Gleichwertigkeit zu prüfen, werden in der Regel Dokumente herangezogen – beispielsweise beglaubigte Abschlusszeugnisse, Abschlüsse oder Arbeitszeugnisse. Da es aber Fälle gibt, in denen entsprechende Dokumente fehlen und deren Beschaffung nicht zumutbar ist (zum Beispiel für Flüchtlinge), können Angehörige einiger Berufsgruppen mit Abschlüssen sowohl aus EU- als auch aus Nicht-EU-Staaten ihre Kompetenzen mit Qualifikationsanalysen nachweisen.

Mit dem vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) koordinierten Projekt „Prototyping Transfer“ unterstützt das Bundesbildungsministerium Aktivitäten in ganz Deutschland, mit denen Kammern die neuen Verfahren in die breitere Anwendung bringen sollen

Zur Fachtagung mit dem Titel „Vom Prototypen in die Praxis – Qualifikationsanalysen im Anerkennungsverfahren“ waren Vertreter aller Projektpartner sowie weiterer Kammern und Beratungseinrichtungen nach Berlin gekommen, um Erfahrungen aus der Praxis zu diskutieren. Vonseiten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung wurde die Qualifikationsanalyse als Blaupause für die künftige Anerkennung informeller Kompetenzen herausgestellt.

Um die Qualifikationsanalyse jetzt in der Praxis bei Beratern noch bekannter zu machen, kommt ab sofort ein neues Tutorial-Video zum Einsatz, das die Projektkoordinatoren auf der Tagung erstmals einem Fachpublikum präsentierten.

Lesen Sie den Bericht zur Fachtagung (inkl. Video) hier.

Auch in unserem Blog: Menschen mit ausländischen Berufsabschlüssen können diese anders als noch vor wenigen Jahren dank des Anerkennungsgesetzes anerkennen lassen. Davon profitiert auch Deutschland. Bei der Veranstaltung „Vier Jahre Anerkennungsgesetz in Hamburg“ am Mittwoch berichteten verschiedene Akteure in der Hamburger Handwerkskammer von Erfolgen und, was es noch zu tun gilt .

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