Jobmotor Digitalisierung

Trendwende im Mittelstand: Die Mehrheit der mittelständischen Unternehmen blickt positiv in die Zukunft. 53 Prozent sind derzeit wieder bereit, langfristig zu planen und entsprechende Risiken einzugehen. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie der Commerzbank-Initiative „UnternehmerPerspektiven“.

Digitalisierung schafft neue Jobs in mittelständischen Unternehmen

Vor zwei Jahren waren nur 39 Prozent investitionsfreudig, so ein zentraler Befund der Studie, die den Titel „Vorsicht versus Vision: Investitionsstrategien im Mittelstand“ trägt. Mehr als 4.000 Unternehmer und rund 70 Volkswirtschaftler an deutschen Hochschulen wurden dabei von TNS Infratest befragt. Derzeit investiere der Mittelstand gleichermaßen in Substanzerhalt und Wachstum und sei damit generell zufrieden, konstatiert die Studie.

Fachkräftemangel bremst Investitionsbereitschaft

Allerdings sehen Ökonomen die Potenziale nicht ausgeschöpft. Die Investitionsstrategien des Mittelstands seien ein wesentlicher Faktor für den weiteren Erfolg des deutschen Geschäftsmodells, mahnt Professor Dr. Michael Hüther, Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln. Vorsicht dominiere, auch weil Unternehmen in schwankenden Rohstoff- und Energiepreisen sowie im Fachkräftemangel Investitionsbarrieren sehen, so Hüther, Schirmherr der neuen Commerzbank-Initiative, weiter.

Digitalisierung als Jobmotor

Dennoch ist der Mittelstand finanziell gut aufgestellt und grundsätzlich bereit, auch durch Investitionen zu wachsen. Während Kundenerwartungen (77 Prozent) und Bestandspflege (67 Prozent) die Investitionstreiber des breiten Mittelstands sind, werden innovationsgetriebene Unternehmen durch neue Produkte (73 Prozent) und die Erschließung neuer Märkte (62) zu Investitionen motiviert. Positiv bewerten beide Gruppen vor allem die zunehmende Digitalisierung – 41 Prozent sehen in dieser Entwicklung Geschäftspotentiale.

Mittelstand sieht Investitionsbedarf bei Personalrekrutierung

Investitionsbedarf sieht der Mittelstand auch in der Personal- und Organisationsentwicklung, um damit dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. 91 Prozent der Unternehmen investiert in Aus- und Weiterbildung ihrer Belegschaften, 86 Prozent in die Optimierung von Arbeits- und Organisationsstrukturen und 75 Prozent in die Rekrutierung neuer Mitarbeiter.

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