Informationsangebot: Neues Portal für Geflüchtete und Neuzuwanderer online

Informationsangebot Onlineportal Fluechtlinge Zuwanderer

Ein neues Internetportal www.handbookgermany.de  für Geflüchtete und Neuzuwanderer ist online. Das Handbuch ist ein Begleiter für die ersten Jahre, das qualifizierte Information und Alltagsorientierung liefert. Die Website bündelt bestehende Informations- und Hilfsangebote und entwickelt sie weiter. 

Demnach finden Flüchtlinge auf der neuen mehrsprachigen Plattform (Deutsch, Arabisch, Dari und Englisch) Informationen rundum die Themen Arbeiten, Leben, Lernen, Rechte und Gesetze in Form von Texten, weiterführenden Links sowie aktuellen Nachrichten und kurzen Infovideos.
handbookgermany.de enthält auch niedrigschwellige Angebote: „In unseren kurzen Infovideos werden Themen wie z.B. Familienzusammenführung nicht in komplizierten Texten oder von Experten erklärt, sondern von einem syrischen Vater, der seine Frau und Kinder zu sich geholt hat“, erläutert Konstantina Vassiliou-Enz von den Neuen deutschen Medienmacher (Ndm), die die Köpfe hinter dem Projekt sind. NdM ist ein bundesweiter Zusammenschluss von Medienschaffenden mit unterschiedlichen kulturellen und sprachlichen Kompetenzen und Wurzeln, deren Migrationshintergrund eine wichtige Rolle spielt, um die Zielgruppe zu erreichen:

„Vertrauenswürdigkeit ist ein wichtiges Element, denn viele Geflüchtete verlassen sich lieber auf die eigene Community. Wir bringen neben Informationen auch persönliche Erfahrungen ein“, sagt der syrische Netzaktivist Monis Bukhari, der handbookgermany.de inhaltlich mitentwickelt.

 

 

Vorige bestehende Angebote seien oft nicht bei der Zielgruppe angekommen. Sie hätten auch herausgefunden, warum, zitiert tagesspiegel.de Konstantina Vassiliou-Enz: Viele Geflüchtete stammten aus Ländern, in denen offiziellen Informationen nicht getraut werden könne und nicht getraut würde – weshalb sie sich lieber per Chat und auf Facebook bei Bekannten, Verwandten und Freunden informierten, denen sie glaubten. Viele Angebote seien auch technisch gescheitert. Sie arbeiteten mit Datenmengen, die am Laptop funktionierten, aber nicht auf Mobilgeräten. Ein weiteres Problem sei die Sprache: Etliche Neueinwanderer und Geflüchtete hätten sich z.B. über Stummel-Arabisch oder Dialekt in den muttersprachlichen Angeboten beklagt.

 

 

handbookgermany.de ist ein Projekt von den Neuen deutschen Medienmachern in Kooperation mit Integration HUB e.V. und wird gefördert von der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung, Aydan Özoğuz (SPD).
Partner der Website wie die Deutsche Welle, Verbände und Initiativen unterstützen das Projekt mit Inhalten.

Auch in unserem Blog: Mit der App „Anerkennung in Deutschland“ können sich Flüchtlinge über Möglichkeiten zur Anerkennung ihrer ausländischen Berufsqualifikationen informieren. Wem die finanziellen Mittel für die Anerkennung seiner ausländischen Qualifikation fehlen oder wer unterhalb dieser tätig ist, der kann seit dem ersten Dezember einen Zuschuss für die entstehenden Kosten eines Anerkennungsverfahrens beantragen.

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