Gestartet: Mit Projekt PuMa aus Nicht-EU zum Arbeiten nach Deutschland

Deutschland Zuwanderung Nicht-EU

Das „punktbasierte Projekt für ausländische Fachkräfte“ (PuMa), das für eine begrenzte Anzahl von qualifizierten Fachkräften aus Nicht-EU-Staaten den Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt öffnet, ist gestartet. Das Projekt ist auf das Land Baden-Württemberg beschränkt.

Im Oktober 2016 startete das punktebasierte Modellprojekt für ausländische Fachkräfte (PuMa) in Baden-Württemberg. Fachkräfte aus Nicht-EU-Staaten mit einem anerkannten Berufsabschluss erhalten die Chance, in einem Beruf, der nicht auf der „Positivliste“ der Bundesagentur für Arbeit steht, zu arbeiten.

Im PuMa-Verfahren liegt der Fokus auf der Integrationsfähigkeit der Zuwanderungsinteressierten. Insgesamt muss die internationale Fachkraft über definierte Kriterien, wie Sprachkenntnisse oder Voraufenthalte in Deutschland, 100 Punkte für Integrationsfähigkeit erreichen. Ein besonderes Augenmerk wird hierbei auf die deutschen Sprachkenntnisse gelegt: Kann zum Beispiel die Fachkraft mindestens Deutschkenntnisse auf B2 Niveau des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen vorweisen, ist ein direkter Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt möglich. Für den Fall, dass die Fachkraft über Sprachkenntnisse auf A2 oder B1 Niveau verfügt, muss zusätzlich eine Verbundenheit zu Deutschland bewiesen werden. Liegen die Deutschkenntnisse unterhalb des Niveaus A2 ist der Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt nicht möglich.

Sobald der Berufsabschluss anerkannt und 100 Punkte für die Integrationsfähigkeit nachgewiesen werden, wird der potentielle Bewerber in den Bewerberpool aufgenommen. Auf den Bewerberpool können interessierte Arbeitgeber zugreifen. Eine Einreise erfolgt, wenn ein konkretes Arbeitsplatzangebot vorliegt.

Das Pilotprojekt PuMa wird zunächst für einen Zeitraum von drei Jahren angesetzt und die Zahl der internationalen Fachkräfte auf 3000 (1000 pro Jahr) begrenzt.

Bisher gab es für Menschen aus Drittstaaten nur zwei Möglichkeiten um nach Deutschland zur Arbeitsaufnahme einzureisen. 1. Möglichkeit: Wenn sie einen Beruf ausüben der auf der Positivliste steht oder 2. Möglichkeit: Als hochqualifizierte Fachkraft mit einem in Deutschland als gleichwertig akzeptierten Universitätsabschluss, bspw. mit der so genannten Blauen Karte EU. Nun können erstmals im Rahmen des Punktebasierten Modellprojekts für ausländische Fachkräfte alle Menschen mit abgeschlossenem Berufsabschluss in Baden-Württemberg eine Arbeit aufnehmen.

Für Fragen zum Pilotprojekt können sich internationale Fachkräfte an das Virtuelle Welcome Center der BA wenden. Die Mitarbeiter sind unter der folgenden Rufnummer erreichbar: 0049 228 713-1313.
Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website des Pilotprojektes  auf Deutsch und Englisch und in der Pressemitteilung des Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

 

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